50 Jahre Mobile Jugendverkehrsschule v5

50 Jahre Mobile Jugendverkehrsschule v5

50 Jahre Mobile Jugendverkehrsschule Tirol – Geschichte, Erfolge und aktuelle Initiativen

Zusammenfassung

Seit fünf Jahrzehnten fungiert die Mobile Jugendverkehrsschule Tirol als verlässlicher Partner der Verkehrserziehung und hat sich zu einem festen Bestandteil des Sicherheits- und Bildungsnetzwerks in Tirol entwickelt. Die Initiative feiert 50 Jahre Engagement, Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und kontinuierliche Weiterentwicklung im Sinne der kindgerechten Verkehrsausbildung. (Seite: n.v.)

Über die Jahre hinweg wurden mehr als 350.000 Schülerinnen und Schüler durch die Mobile Jugendverkehrsschule über Regeln, Gefahren und sicheres Verhalten im Straßenverkehr informiert und sensibilisiert. Das Programm setzt darauf, dass jungen Verkehrsteilnehmern frühzeitig praxisnahe Kenntnisse vermittelt werden, um Unfälle zu reduzieren. (Seite: n.v.)

Jährlich legen rund 7.000 Tiroler Kinder aus fast 360 Volksschulen die Freiwillige Radfahrprüfung ab, nachdem sie an der praktischen Fahrradübung und der anschließenden theoretischen Prüfung teilgenommen haben. Dieses Angebot stärkt die Sicherheit der jungen Radfahrerinnen und Radfahrer im Alltag. (Seite: n.v.)

Die Partnerschaften der Mobilen Jugendverkehrsschule umfassen unter anderem die Polizei-Landesverkehrsabteilung, das Jugendrotkreuz Tirol, das Land Tirol sowie den Raiffeisen Club Tirol. Diese Zusammenarbeit sorgt für eine breite Unterstützung und ermöglicht eine deutschlandweit nachgeahmte Form der Verkehrserziehung vor Ort. (Seite: n.v.)

Aus dem Archiv der Initiative lassen sich zentrale Meilensteine und historische Entwicklungen ableiten, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Mobilen Jugendverkehrsschule dokumentieren. Diese Einblicke zeigen, wie sich Bildung, Sicherheit und Community-Engagement über Jahrzehnte hinweg miteinander verknüpft haben. (Seite: n.v.)

Am 3. Februar 2017 wurde das 40-jährige Jubiläum der Mobilen Jugendverkehrsschule Tirol würdig begangen, ein Anlass, auf die Erfolge und die Zukunft der Verkehrserziehung zurückzublicken und neue Impulse zu setzen. (Seite: n.v.)

Die Entstehungsgeschichte begann 1976 auf Initiative des Kuratoriums für Verkehrssicherheit – Landesstelle Tirol unter Dr. M. Gheri. In Zusammenarbeit mit dem Landesschulrat, der Landesregierung, der Gendarmerie-Verkehrsabteilung und den Tiroler Raiffeisenbanken entstand das Modell der mobilen Verkehrsausbildung. Ziel war es, Viertklässlerinnen und Viertklässler in den Landbezirken praxisnah aufs Straßenverkehrsleben vorzubereiten. (Seite: n.v.)

Die Idee eines mobilen Verkehrsgartens gewann gegenüber stationären Einrichtungen an Bedeutung, da der vorhandene, stationäre Garten in Innsbruck Wilten zwar bestand, sich aber aus verschiedenen Gründen nicht als zentrale Lösung erweisen ließ. Dadurch konnten die Übungen direkt an den Schulen stattfinden. (Seite: n.v.)

In Deutschland existierten zur gleichen Zeit bereits zahlreiche Mobile Jugendverkehrsschulen, bei denen Polizeibeamte mit LKW-Schulungen Fahrgassen, Zeichen und Verkehrslayouts an Schulgärten aufbauten, Fahrräder mitbrachten und mit den Kindern praktischen Radfahrunterricht durchführten. Diese Vorbilder beeinflussten auch die Tiroler Umsetzung. (Seite: n.v.)

Von Beginn an unterstützten die Tiroler Raiffeisenbanken das Vorhaben finanziell und stellten die Fahrzeuge bereit – ein Engagement, das unter dem Raiffeisen Club Tirol heute fortbesteht. Die damaligen Gönner, darunter Generaldirektor Dr. Günther Schlenck und der Leiter des Raiffeisen Werbevereins Dr. Fritz Hackl, standen hinter dem Motto: „Unseren Kindern – volle Sicherheit.“ Diese Leitlinie prägt die Arbeit bis heute. (Seite: n.v.)

Gegenwärtig ist die Mobile Jugendverkehrsschule mit einem aus dem Raiffeisen Club gesponserten 7,5-Tonnen-LKW unterwegs, dessen Design und Beschriftung 2014 erneuert wurden. Die Wartung und der Treibstoffverbrauch der Fahrzeuge erfolgen größtenteils durch den Landesbauhof, der seit Beginn der Zusammenarbeit eine zentrale Rolle spielt. (Seite: n.v.)

Der erste verkehrserzieherische LKW kam im Oktober 1976 zum Einsatz und war von Gendarmeriebeamten besetzt. Von Anfang an wurden Schulhöfe angefahren, Übungen fanden in 45-Minuten-Sitzungen statt und die positive Resonanz veranlasste die Verantwortlichen, 1978 einen zweiten LKW anzuschaffen, der die Mobilität der Schule deutlich erhöhte. (Seite: n.v.)

Die LKW-Besatzung bestand zu Beginn aus einem Verkehrserzieher der Gendarmerie, der von den örtlichen Polizeieinheiten tatkräftig unterstützt wurde. Dadurch konnten alle Viertklässler der Tiroler Bezirke im Laufe von zwei Übungen von jeweils 100 Minuten zur praktischen Radfahrprüfung zugelassen werden. Dieses Vorgehen blieb ein grundlegendes Prinzip bis heute erhalten. (Seite: n.v.)

Im Laufe der Jahre wurden mehrere Hunderttausend Führerscheine durch die Bezirkshauptmannschaften ausgestellt – eine Maßnahme, die den Erfolg des Modells eindrucksvoll belegt. (Seite: n.v.)

1978 wechselte der verantwortliche Verkehrserziehungsreferent vom KFV zum Landesschulrat; fortan übernahm eine neu geschaffene Stelle des Verkehrsreferenten am Landesschulrat die Koordination der Mobile Jugendverkehrsschule. Parallel dazu entwickelte eine Lehrergruppe am Pädagogischen Institut das Verkehrserziehungsheft „Wastl“, das als kostenloser Unterrichtshelfer für Klassenlehrer und Schüler diente und die Vorbereitung auf die theoretische Radfahrprüfung unterstützte. (Seite: n.v.)

1982 endete die aktive Tätigkeit der Gendarmeriebeamten als Verkehrserzieher in der Mobilen Jugendverkehrsschule; fortan übernahmen Pflichtschullehrer die Rolle der Verkehrserzieher. Die Einsatzpläne wurden von den Verkehrserziehern erstellt, von der Landespolizeidirektion versendet und an die örtlichen Polizeiinspektionen weitergereicht. In jedem Durchgang wirkten zwei Polizeiinspektoren gemeinsam mit dem Verkehrserzieher an den Übungen mit. (Seite: n.v.)

Seit 1995 wurden vermehrt verkehrsberuhigte Straßen für Übungen genutzt, was das Sicherheitsniveau erhöhte. Gleichzeitig kamen vermehrt Begleitleiter hinzu, um Strecken zusätzlich abzusichern, und die Helmaction wurde eingeführt – eine Initiative, die von Raiffeisen Club, ORF, AUVA und ÖAMTC unterstützt wird. (Seite: n.v.)

Ab dem Jahr 2002 betreibt die Mobile Jugendverkehrsschule die Internetpräsenz verkehrserziehung.tsn.at, auf der alle relevanten Informationen zusammengeführt sind. Das Österreichische Jugendrotkreuz stellt die Standardbroschüre „Freiwillige Radfahrprüfung“ bereit, die als Grundlage für die theoretische Prüfung in ganz Österreich dient und von der Tiroler ÖJRK-Landesstelle an Schulen verschickt wird. (Seite: n.v.)

Seit 2008 koordiniert das ÖJRK auch die Einsatzpläne mit Terminen für die einzelnen Klassen an die Tiroler Volksschulen; jährlich stehen dafür über 900 Termine an. In derselben Phase trat VD Dieter Pantorotto als neuer Verkehrsreferent im Landesschulrat in Erscheinung, zuständig auch für die Mobile Jugendverkehrsschule; nach dessen Pensionierung übernahm 2016 Wolfgang Haslwanter diese Funktion. (Seite: n.v.)

Der Verkehrssicherheitsfonds des Landes Tirol leistet eine entscheidende finanzielle Unterstützung, die regelmäßige Wartung und Erneuerung der Ausrüstung ermöglicht. (Seite: n.v.)

2016 arbeitete die Landesbildstelle Tirol unter Mitwirkung der Mobilen Jugendverkehrsschule an einem Lehrfilm über die Freiwillige Radfahrprüfung; jede Volksschule in Tirol erhielt eine DVD des Films, um Lerninhalte flexibel vermitteln zu können. (Seite: n.v.)

In jüngerer Zeit wurden auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Übungen eingeschlossen, um ihr Verhalten im Straßenverkehr gezielt zu trainieren und auf den Alltag vorzubereiten. (Seite: n.v.)

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